Weihnachten in Familie

Wie war unser Weihnachtsfest?

An sich ist das Weihnachtsfest gar nicht so lange her, doch wenn ich so zurück denke, erscheint es schon wieder so weit weg.

Für viele war dieses Jahr das Weihnachtsfest „nur“ ein verlängertes Wochenende. Ich habe es mir raus genommen, schon zwei Tage vor Heilig Abend frei zu machen. Das war auch gut, um in Weihnachtsstimmung zu kommen.

Der Weihnachtsbaum

Unser Wohnzimmer wird jedes Jahr mit einem künstlichen Baum geschmückt. Dieses Jahr wollte ich nun unbedingt einen echten Weihnachtsbaum in der Stube. Doch das fiel mir viel zu spät ein. Es gab es in unserer Nähe keine perfekten Bäume mehr zu kaufen. Was soll ich dazu sagen? Wenn man jahrelang einen perfekten Baum gewohnt ist, dann muss das auch so bleiben. Denn sind wir doch mal ehrlich: So perfekt, wie die künstlichen Tannen gewachsen sind, gibt es die wirklich eher selten in der Natur.

Wir sind ein paar Baumverkaufsstellen abgefahren. Doch sollte es nicht sein und so holte der Olli doch die Plastetanne vom Boden. Linus und ich schmückten diesen gemeinsam. Normalerweise kommt bei uns alles Mögliche an den Baum: Von bunten Kugeln, bis Holzsachen, über Sterne und Glocken .. eben alles was der Keller her gibt. Doch der Mann wollte es dieses Jahr nicht so bunt. So gab es dieses Jahr ausschließlich unsere silbernen, weißen und blauen Kugeln. Genau so geschmückt, war  er oberschön. Meine Mama gab noch selbst gebastelte Sterne dazu. (Ich beneide sie ja um diese Fingerfertigkeit, diese winzigen Sterne herzustellen)

Heilig Abend

Heilig Abend läuft seit der Geburt vom Linus immer bei uns ab. Sprich, es beginnt mit Kaffee und Kuchen, anschließend die Bescherung und Abendessen.

Bevor die Gäste zum Kaffee eintrudeln gibt es immer für alle ein Vollbad und schicke Klamotten. Linus sah unheimlich schick aus. Mit schwarzer Jeans, weißem Hemd und die schwarze Anzugsweste war die perfekte Kombi. Olli trug auch ein Hemd und eine Jeans. Ich entschied mich auch für eine Jeans. In den letzten Monaten schmeckte das Essen doch besser, als mir lieb war. So sollte es die Jeans sein, die alles weg drückte und eine Bluse. Ja, das sagt sich so leicht. Ich habe eine Bluse, die so schick ist, dass sie zu Weihnachten passt. Eine rote mit einem Reißverschluss. Also rein … woar, ausatmen ging schon etwas schwer. So waren alle schick, außer ich *lach*

Die Bescherung mal anders

Dieses Jahr stand nicht zu hundert Prozent fest, wie meine Mutti Dienst hat. Es sah ganz so aus, als hätte sie Nachmittag Dienst. So entschieden wir uns gegen einen Weihnachtsmann. Doch im Nachhinein ärgerten wir uns ein wenig darüber. Linus sprach immer zu vom Weihnachtsmann. Meine Mama meinte auch Laufe des Abends still zu mir, dass es schon schön gewesen wäre, hätten wir einen Weihnachtsmann engagiert. Nächstes Jahr kommt auf jeden Fall der Weihnachtsmann und bringt die Geschenke persönlich.

Dieses Jahr klingelte der Weihnachtsmann (also Olli, der vorgab, aus dem Keller den Kartoffelsalat zu holen)  und gab die Geschenke nur an der Tür ab. Olli … ähm, ich meine natürlich … Der Weihnachtsmann klingelte an der Tür und Linus bekam ganz große Augen. Zuckersüß! Ich nahm ihn an die Hand und wir gingen an die Wohnungstür. Da sagte der Olli dem Weihnachtsmann, er wird dem Linus natürlich einen guten Rutsch ausrichten – auch dass er ihm sagt, dass er weiter lieb sein soll.  Im letzten Jahr nahm sich der Weihnachtsmann viel Zeit für Linus, so dass er dieses Jahr nur die Geschenke abgibt. Wir standen oben an der Treppe und ich zeigte Linus, dass er leise sein und horchen sollte, was der Weihnachtsmann spricht …
Also Olli dem Weihnachtsmann noch einen guten Weg wünschte, sind wir runter an die Haustür gegangen. Olli schaute noch mal mit Linus raus. Doch der Weihnachtsmann hatte es doch ganz schön eilig.

So viele Geschenke

So durfte Linus den großen Sack ganz alleine aufmachen und leeren. Im Sack befanden sich eine Kinderkamera, ein Legobauset, einen kleinen Legohubschrauber, eine Kaffeemaschine für seine Küche und eine Schatztruhe mit tollen Sachen zum Baden. Ich bekam eine Kette und die Omas und Opas bekamen jeweils einen Jahreskalender.

Dieses Bild schoss der Linus mit seiner neuen Kamera

Alle waren erst einmal beschäftigt, Lego zusammen zu bauen. Zum Abschluss gab es noch Abendbrot. Bei uns gibt es ganz traditionell Kartoffelsalate, Weißwürste und Wiener Würstchen.

Ich hatten noch geplant, den Abend mit einer guten Partie Rommee ausklingen zu lassen. Doch bis auf meine Mama und ich fand niemand die Idee wirklich toll. Also wurde ausgetrunken und die Runde löste sich auf. Meine Mutti musste also doch „nur Mittag“ arbeiten und konnte am Nachmittag bei uns sein. Und das ist auch der Sinn für Weihnachten für mich:
Familie!

Der erste Weihnachtsfeiertag

Normalerweise ist es so, dass wir am ersten Feiertag bei den Schwiegereltern Mittag essen und Kaffee trinken. Doch am ersten Feiertag stand fest: Meine Mutti hat Mittelschicht und am 2. Feiertag Spätschicht. Wären wir also zum 1. Feiertag, wie üblich bei Olli seinen Eltern, hätten wir mit meinen Eltern gar keinen Feiertag. So war es dieses Jahr zu Weihnachten anders: erster Feiertag hier bei uns und zum zweiten Feiertag waren wir bei den Schwiegereltern eingeladen.

Um das Kaffeetrinken kümmerte sich die Oma. Als wir runter kamen, waren schon viele Geschenke unter dem Baum. Da war der Weihnachtsmann am ersten Feiertag erst.
Unter diesem Baum lag eine große Werkzeugkiste für Olli (wünschte er sich), für mich eine Homöopathische Apothe samt Buch zum lesen, wie man alles anwendet. Ich habe mich riesig gefreut. Die wünschte ich mir auch von ihr.
Linus bekam von meinen Eltern: einen Ritterhelm, Cars-Bettwäsche und das Spiel „Kakerlake“ – ein geniales Spiel. Meine Oma legte noch ein Legospielset unter den Baum.
Mein Papa bekam eine Feuerschale für den Garten samt Deckel und ein selbst genähtes Dinkelkissen. Meine Mama bekam ein Lady Rockers-Kleid aus rotem Strick mit passenden Stulpen. Ich hatte ihr eine lange Kette mit ganz kleinen Perlen aufgefädelt. Es gab auch noch ein Collier dazu in ihrer Lieblingsfarbe blau. Ein Paket kam bisher noch nicht an. Ein Geschenk bekommt sie später. Auf dem Weg von China bis hier her ist es wohl verschollen. Sobald das Geld wieder auf dem Konto ist, bestelle ich es noch mal UND es gab ein Bild vom Linus.

Dieses Jahr sollte noch etwas anders sein: OOOOOh Schreck, OOOh Graus.
Jeder der mich ein wenig kennt, weiß, dass ich eine ganz miserable Köchin bin. Also blieb einiges am Olli hängen. Okay, es blieb zu 85% am Olli hängen. Mich plagte wirklich arg das schlechte Gewissen. Denn ich habe es eingerührt und der Olli musste es dann abarbeiten. Ich half aber ganz fleißig beim Schneiden, dekorieren und meine Aufgabe war:

Rosenkohl kochen.

Ich kaufte (im nachhinein ZUM GLÜCK) zwei Tüten TK Rosenkohl. Jeder, der schon einmal frischen Rosenkohl vorbereitet hat, weiß guten TK-Rosenkohl zu schätzen. So kochte ich den Rosenkohl einmal auf, schüttete das Kochwasser brav weg und goss neues Wasser in den Topf. Mit diesem Wasser kochte ich den Rosenkohl wieder auf. Wir essen den Rosenkohl mit Semmelbrösel. So schüttete ich die Semmelbrösel rein, rührte voller Inbrunst … Naja, was soll ich sagen: Es war ein Brei.

So war die erste Portion für die Tonne.

Die zweite Portion kochte ich, nach dem erstmaligen Weggießen des ersten Wassers, nicht so lange und stellte die Semmelbrösel extra her. Den Rosenkohl wollte ich vorsichtig drunter rühren. Aber hey, warum rühren, schüttel ich einfach den Topf – dachte ich mir so.
Ich nahm den Topf an beiden Griffen, nahm Anlauf …

Krach

Ist doch tatsächlich ein Griff abrissen und den halbe Rosenkohl landete auf dem Boden? Wie soll man denn da entspannt bleiben?

Unter dem Strich schmeckte das Essen fantastisch. Zu verdanken hatten wir das allerdings dem Olli.

Am Abend der ersten Feiertages bastelten wir abends eine Runde. Meine Mama und ich versuchten uns ein einer neuen Falttechnik und die Männer bastelten Lego.

Der zweite Feiertag

Da wir an dem Tag zu den Schwiegereltern eingeladen waren, gab es früh keinen Stress. Wir lümmelten auf der Couch und sahen dem Mittag ganz entspannt entgegen.

Die Schwiegermutter kochte Ente, Klos und Rotkraut UND noch Erbsen mit Möhren. Da wir wussten, dass die Schwiegermutter super kocht, entschieden wir uns an diesem Tag schon für die etwas legere Garderobe. Alle trugen ordentliche Jeans und Flatterbluse oder Pullover.

Nach dem Mittag gab es auch hier die Bescherung. Auch hier klingelte der Weihnachtsmann an der Tür und war plötzlich wieder weg. Hier brachte der Weihnachtsmann für Linus einen großen Kasten voller Legosteine und eine Tafel die leuchtet. Ich bekam ein Portmonee und der Olli etwas zum Waschen und zum Schnuppern.

Der Opa bekam auch ein Dinkelkisse und die Oma eine Strickjacke nach „frei&verliebt“ aus groben roten Strick und ein dazu passendes Collier. Die beiden bekamen zusammen noch eine Glasstein, in dem der Linus eingelasert wurde. Ziemlich cool!

Unterm Strich

Es war ein entspanntes Weihnachtsfest.

Das Bild schoss der Linus mit seiner neuen Kamera.

Erzähl doch mal, was dein tollster Moment zu Weihnachten war. Welches Geschenk war für dich das Schönste?

Viele Grüße

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