So blöd kann doch nur ein Friseur sein!

Im letzten „Alltag eines Friseurs“ Beitrag ging es um ein ganz spezielles Thema: Schwarzarbeit!

(Hier geht’s zum Beitrag)

Heute würde ich gerne nochmal darüber schreiben und der Sache auf den Grund gehen wieso unser Image so schlecht ist.

Ich selber habe immer wieder diesen Satz „Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht!“ in den Mund genommen. Aber ist es nicht völlig bescheuert sowas von sich zu behaupten??

Alles was ich in meiner Freizeit mache, tue ich um meine überschüssige Energie/Kraft/Kreativität los zu werden. Um mich vom Alltag abzulenken und auf andere Ideen und Gedanken zu kommen.

Tue ich genau das dann aber um mein Leben zu finanzieren, MUSS ich das doch tun um nicht unter zu gehen! Oder??? Wenn es eine Art Zwang ist, kann es doch kein Hobby mehr sein.

Und mal ehrlich, arbeitet man gerne in seiner Freizeit, nur um sich noch ein paar Cent mehr zu verdienen??

Ca. 80 000 Friseurunternehmern gibt es momentan in Deutschland. Davon können sich schätzungsweise gerade mal 30 000 alleine, ohne Hilfe vom Staat, ohne Geld was unter der Ladentheke fließt über Wasser halten.

Ist das nicht furchtbar??? Schwarzgeld in unvorstellbarem Maße!

Ich muss jetzt eigentlich nicht weiter erklären wieso unser Image im Keller ist, den Beruf keiner mehr ausüben geschweige denn erlernen möchte!

Und dabei ist es sooo ein wundervoller Beruf. Voller Freiheit und Kreativität!

Natürlich kommt da noch dazu dass sich viele Friseure einfach unter ihrem Wert verkaufen, ihre Preise nicht richtig kalkulieren und sich selber in Schatten stellen mit diesen blöden Sätzen „Das Zahlt bei uns keiner!“, „Da kommt keiner mehr!“ Oder „Bei solchen Preisen können wir den Laden bald dicht machen!“

Aber das ist wieder ein anderes Thema!

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