Eine Hochzeit ist auch nur eine Feier

Zum Abschluss unserer Hochzeits-Berichtwoche schreibt uns die Lexa von „Lexas Leben“ von ihrer Hochzeit

Meine Hochzeit ist mittlerweile etwas über ein Jahr her und ich wurde so gut wie jedes Mal sehr verwundert angesehen, wenn ich sie als „Feier“ oder gar „Party“ betitelte.

Entspannt in die Fete

Ich sprach nie „vom schönsten Tag meines Lebens“ oder gebrauchte andere Wendungen, die diesen Tag unnötig aufbauschen. Und eines kann ich dir sagen: gerade deswegen war meine Hochzeitsfeier für mich sicherlich ein schönerer Tag als für so manch andere Braut, die alles minutiös plant und sehr hohe Erwartungen an diesen Tag der Tage hat.

Schon die Entscheidung für eine Hochzeit war höchst unromantisch, aber in meinen Augen perfekt. Mein jetziger Mann und ich saßen ein paar Tage vor Neujahr im Wohnzimmer und sprachen darüber, wie das neue Jahr so werden würde. Einer von und, ich weiß wirklich nicht mehr wer, schlug dann vor zu heiraten, der andere stimmte zu. Kein Kniefall, kein Ring und auch sonst nichts Geplantes.
Wir stießen nicht an, wir guckten im Internet nach Standesämtern in der Nähe und möglichen Terminen.
Nachdem wir die Behördengänge erfolgreich absolviert hatten und der Termin somit offiziell feststand, informierten wir Familie und Freunde. Die Nachricht wurde sehr freudig aufgenommen, aber uns wurde das erste Mal bewusst, dass wir das Thema vielleicht ein wenig anders angingen, als andere.
Es gab viele Nachfragen, ob wir wirklich schon in vier Monaten heiraten würden oder nicht doch in 16? Uns kamen die vier Monate schon viel zu lang vor, die meisten anderen waren verwundert, dass es so schnell gehen würde.

Ein Plan ohne große Planung

Also machten wir uns an die weitere Planung und bekamen viele erstaunte Nachfragen, wenn wir den Termin nannten. Auch einige Vorwürfe, warum wir nicht schon vor einem Jahr angefragt hätten, wie andere Hochzeitspaare? Wenn wir dann erklärten, dass wir selbst es doch auch erst seit vier Wochen wussten, waren so einige sprachlos.
Wir guckten uns einige Räumlichkeiten an und entschieden uns dann, in einem Hotel zu feiern. Der Raum war groß genug, das Hotel war für alle Gäste gut zu erreichen, die auswärtigen, sowie wir, konnten dort übernachten, das hoteleigene Restaurant kümmerte sich ums Essen und die Blumendeko der Tische wurde uns auch abgenommen.
Für uns gab es eigentlich nichts mehr zu tun außer die Einladungen rauszuschicken. Da alle fertigen uns viel zu kitschig waren, gestalteten wir selbst welche und legten somit auch gleich das Thema der Hochzeit fest: Blau.
Sein Anzug, Details meines Kleides, die Torte und die Deko wurde daraufhin abgestimmt und ergab im Endeffekt ein stimmiges Gesamtbild.

Es folgten drei sehr lange Monate. Alles war fertig, aber der Termin rückte und rückte einfach nicht näher. Da wir noch so viel Zeit hatten, kümmerten wir uns um Details, wie einen Sitzplan, Gastgeschenke und weitere kleine Gimmicks. Wir machten sogar noch einen Tanzkurs. Einfach, weil wir die Zeit hatten und wir ihn gemeinsam mit Familie und Freunden machen konnten und so eine Menge Spaß dabei hatten.
Als meine Frisörin mir mitteilte, dass sie sich doch nicht um meine Brautfrisur kümmern könnte, geriet ich nicht in Panik. Ich hatte ausreichend Zeit um mich um eine Alternative zu kümmern.
Wir freuten uns einfach auf diesen Tag mit Familie und Freunden und fragten uns ab und zu, ob wir irgendwas sehr Wichtiges vergessen hätten, denn es kam uns selbst irgendwie merkwürdig vor, dass wir völlig tiefenentspannt waren und es nichts mehr zu erledigen gab.

Unsere Gelassenheit sprang schnell über

Am Abend vor der Hochzeit waren wir dann schon etwas aufgeregt, aber diese Aufregung war verflogen, als wir uns das erste Mal in Anzug und Kleid sahen. Ab diesem Moment war einfach nur noch alles schön und wir kamen aus dem Grinsen nicht mehr so richtig raus.
Der Tag selbst lief natürlich nicht perfekt ab, aber da wir die Verantwortung vorher abgegeben hatten, fühlten wir uns nicht wirklich verantwortlich, konnten irgendwem sagen, dass er sich kümmern soll und blieben selbst völlig entspannt und glücklich.
Man kann nun mal nicht alles kontrollieren und da wir es gar nicht erst versuchten, störte es uns auch nicht groß, wenn etwas nicht so klappte, wie eigentlich gedacht.
Da wir entspannt und glücklich waren, waren es unsere Gäste auch.

Daher hier meine fünf Tipps an dich, für eine perfekte Hochzeit:

  • Gebe Verantwortung ab!
    Kümmere dich selbst nur um das Nötigste (Termin, Auswahl der Location, Kleid/Anzug, Auswahl des Essens), lass andere sich um den Rest kümmern. Wenn du selbst nicht genau weißt, wie es theoretisch ablaufen soll, bemerkst du gar nicht erst, wenn etwas schiefläuft.
  • Genieße den Tag!
    Es ist ein sehr schöner Tag, aber es werden noch viele andere schöne gemeinsame Tage folgen. Es ist nicht die einzige Chance auf ein tolles Fest.
  • Feiere die Liebe!
    Man sollte heiraten, um verheiratet zu sein. Nicht, um eine tolle Hochzeit zu feiern. Feiert die Eheschließung. Die ist wichtig, nicht das Fest an sich.
  • Hab nette Gäste!
    Lade nur Menschen ein, die ihr auch wirklich mögt. Nörgler und Miesepeter kann man an so einem Tag nicht gebrauchen, die ziehen nur die Stimmung runter.
  • Essen und Trinken rettet einiges!
    Leckeres Essen hebt jede Stimmung. Und wenn deine Gäste so gar nicht gesellig sein wollen, dann lass eine Runde Schnaps ausschenken.

Vielen Dank an Lexa und auch ihr wünschen wir natürlich eine liebevolle Ehe. Wer gerne ein paar Bilder von ihrer Hochzeit sehen möchte, kann gern auf ihren Blog klicken. Dort hat sich unter dem Titel „Braut-Zilla war nicht zu finden. Ein Hochzeitsbericht“ ihr Hochzeitsbericht versteckt.

 

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