Die Vorteile der Schwangerschaft

Nachdem ich das letzte Mal ein wenig die Schattenseiten der Schwangerschaft beleuchtet habe, möchte ich mich nicht als Meckerlise stehen lassen. Denn natürlich hat die Zeit auch etwas Gutes an sich.

An dem Negativ-Beitrag konnte man sehr gut sehen, wie aus einem eigentlich nicht ganz so ernst gemeinten Post doch etwas ernstes wurde. Es zeigt, wie etwas Negatives mich immer negativer werden lies. Ich habe mich buchstäblich in diese Schlechte reinziehen lassen und war dann voller Frustration und Wut. An sich bin ich gar nicht so der Pessimist. Eher im Gegenteil. Ich würde mich normalerweise als Optimistin bezeichnen. Sogar sehr. Doch in diesem Moment fiel es mir schwer, aus den Schattenseiten auch das Gute zu ziehen.

Einige von euch habe mit auch auf Facebook diskutiert. Ich finde den Austausch mit euch richtig gut. Ihr habt mir auch erzählt, dass ihr bis zum Ede gearbeitet habt, welches körperlichen Beschwerden ihr hattet und dass IHR ALLES es am Ende auch geschafft habt. Das macht einen unheimlich Mut! Vielen Dank dafür.

Kommen wir nun wieder zu den positive Seiten der Schwangerschaft

Weiblicher wird man nicht

In der Zeit, in der ein Mensch IN DIR heran wächst, ist auch gleichzeitig die Zeit der Weiblichkeit. Nicht nur, dass dein Busen auf ein doppeltes anschwillt … deine Haare werden dichter und dein Körpergefühl wird sich verändern. Was gibt es weiblicheres als eine Schwangerschaft? Ein Mann kann keine Kinder bekommen. Ich habe auch mal gehört, dass viele Männer es toll finden, wenn Frauen schwanger sind. Ich glaube, meiner ist da nur hin und wieder davon begeistert. Am besten findet er es sicher, wenn ich schlafend auf der Couch liege *zwinker*

Kein Bauch mehr einziehen

Okay, hier kann ich nur von mir reden. Ich lebe seit Jahren mit dem Manko, dass ich den Bauch von meiner ersten Schwangerschaft einziehen muss. Das fällt in der Schwangerschaft komplett weg. Das ist großartig. Okay, dafür sah ich mit dem positiven Test auch sofort schwanger aus. Schließlich war der Bauch eben auch sofort da.

Der Bauch als DEN Vorteil sehen

Die Schwangerschaftsmurmel ist auf einer Seite auch immer mal im Weg. Jedoch hast du mit dem Umfang immer die perfekte Ausrede, dass man dir helfen muss. Dir ist was auf den Boden gefallen? Da muss dir jemand helfen, es aufzuheben.
Man muss dir in engen Zwischenräumen Platz machen. Schließlich müsst ihr zwei da durch.
Früher hat man schwangeren Frauen auch einen Sitzplatz in Bus und Bahn angeboten. Ob das heute so ist, kann ich dir gar nicht sagen.

Immer die perfekte Ausrede

Du hast was vergessen? Das ist natürlich die Schwangerschaftsdemenz.
Du bist zu langsam unterwegs? Eine Schwangere ist eben kein Schnellzug.
Du isst noch das letzte Stück Kuchen? Schließlich hat das Baby Hunger.
Du schimpft vor dich hin? Die komischen Hormone in dir machen dich ganz verrückt.
Du bist stundenlang in der Wanne? Das Baby fühlt sich in der Wärme einfach wohl.
Du versackst auf der Couch? Eine Frau mit Kind im Bauch, muss sich einfach mal ausruhen?
Du kaufst ständig Babysachen? Hormon!

Am Ende kannst du einfach alles … ALLES auf die Hormone schieben. Denn ICH kann dir sagen: Die Hormone machen einen komisch im Kopf, ohne da man das eigentlich will. Bei mir ist das diesmal ganz besonders schlimm. Ich bin in gewissen Situationen nicht die, die ich eigentlich bin. Mein Fell ist unheimlich dünn geworden. Ich springe auf alles gleich an. Ich mache mir einen Kopf, über Sachen, über die ich sonst einfach keinen Gedanken verschwenden würde. Doch man kann nichts dagegen tun.

Wenn du selber nähst …

… dann brauchst du nur einen halben Meter von den Stoffen für das Baby. Ich habe ja das allererste für den kleinen Mann genäht. Es ist ein Strampler geworden. Der sieht so unheimlich winzig aus. Ich kann mir gar nicht wirklich vorstellen, dass da wirklich ein Mensch reinpassen soll. Aber ich werde es hoffen, dass er da rein passt. Denn sind wir mal ehrlich. Über jeden Zentimeter und jedes Gramm weniger werde ich mich beider Geburt freuen 😉

Ich habe bei dem ersten Beitrag gefragt und frage auch jetzt:
Was ist dir, während deiner Schwangerschaft, als besonders positiv in Erinnerung geblieben?

Viele Grüße
Suse

 

1 Kommentar

  • Larissa Neben 16. März 2018

    Moin, bin irgendwie gerade über deinen Blog gestolpert. Meine beiden Schwangerschaften sind zwar schon lange her. Ich hatte ganz wenig Schwangerschaftsübelkeit, daher habe ich viele gute Erinnerungen. Die Kindsbewegungen habe ich immer wie ein Wunder empfunden. In der ersten Schwangerschaft, war ich zum Nichstun verdammt, hatten wir doch lange um das Leben des kleinen gebangt und ich den 4. Monat mit Blutungen im KH verbracht. Danach durfte ich nicht mehr wie 2kg heben. Lach, als ich im März wieder arbeiten durfte, (Dez-März krank geschrieben), hatten die Kollegen gefragt, warum bist du hier? Keiner hatte mehr damit gerechnet, dass ich noch arbeiten durfte. Darfst ja nicht mal Aktenordner vom Schrank zum Tisch tragen….Nachmittags wenig im Haushalt, das meiste hat der Mann gemacht, nix im Garten also nur sitzen und lesen, kleine Bonsais gezüchtet und mit dem Kreuzstich Hobby begonnen. Das sind die Erinnerungen an ein tollen Frühling mit schönem Wetter und vielen Stunden im Garten, da ich ja ab April dann Urlaub hatte. Unser Sohn kam dann auch noch später als berechnet. Die Schwangerschaft meiner Tochter hingegen ist mir nicht so präsent, Unkompliziert , ich konnte alles machen und habe auch lange meinen Sohn auf dem Arm getragen, wenn er es zuließ, lach, der ist ja lieber selbst gerannt. Die unangenehmen Sachen, waren Wasser in den Beinen am Ende, aber zum Glück nicht bedrohlich viel. War ja auch Hochsommer. Habe viel im Garten auf der Liege gelegen mit schwangerer Freundin, und unsere großen Jungs haben um uns herum gespielt. Den ganzen unangenehmen Kram, habe ich jetzt wohl einfach vergessen. Okay die Kilos, die habe ich nie verloren. Aber was soll’s, der Mann ist noch da,, die Kinder erwachsen und gut gelungen. Nur Mut, du schaffst das!!!
    Winkegrüße Lari

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