Der Straßenzirkus im Herzen von Marrakesch

Gestern konntest Du schon einiges von unserer Reise nach Marokko sehen.

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Heute erzähle ich Dir von Marrakesch.

In der Luft liegt der Duft von Minze – Thé à la Menthe ist der köstliche Minztee, der hier einfach überall ausgeschenkt wird. Ich habe ihn hier kennen und lieben gelernt und werde diesen Genuss auf jeden Fall mit nach Hause nehmen.

„Perle des Südens“, so wird die viert größte Stadt Marokkos auch genannt. Die Marrakchis, so heißen die Einwohner in Marrakesch, sind als warmherzige Gastgeber bekannt. So haben wir sie auch kennen gelernt!    Zugegeben, ein Vertrauensproblem hatten wir hier in Afrika schon Anfangs. Bei uns wird von den Marrokanern ja nicht gerade gut gesprochen. Aber das verunsicherte Gefühl hat sich wirklich schnell gegeben.

Die verschleierten Frauen haben etwas geheimnisvolles, gleichzeitig aber auch etwas beängstigendes. Ist es bei uns ganz normal bei 30° möglichst kurze und leichte Klamotten zu tragen, so sind die Muslime hier von Kopf bis Fuß verschleiert. Gerade einmal die Augen sind zu sehen. Beim beobachten der Gesellschaft frage ich mich ob die Frauen wirklich von sich aus nach dem islamischen Kulturkreisen leben? oder Ob es ihnen ihre Männer vorschreiben?

Eines passt hier für mich auf keinen Fall zusammen. Einige Frauen habe ich gesehen wie sie ihre Baby´s in der Öffentlichkeit stillen. Verstehe das bitte nicht falsch. Ich hab nichts gegen „das Stillen“ in der Öffentlichkeit! Aber hier legen die Frauen so viel Wert darauf dass man nichts von ihnen sieht oder erkennt, aber das ist dann okay??  Ich verstehe es nicht so ganz. Trotzdem ist mir so eine Verschleierte Frau lieber als eine „Michaela Schäfer“. 😉

Wer nach Marrakesch kommt, darf auf keinen Fall den Straßenzirkus im Herzen der Stadt verpassen.

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Djemaa el-Fna, so heißt ein riesiger Platz mitten in Marrakesch. Echt verrückt, du glaubst gar nicht was da los ist. Wir haben uns das bunte Treiben dort mehrfach angesehen. Kaum zu glauben, was dort JEDEN TAG los ist. Ich wusste gar nicht wo ich zuerst hinschauen, hinhören oder riechen sollte. Ein Stimmengewirr von sooo vielen Menschen, zwischendurch höre ich Glocken, Trommeln, Gitarren jeglicher Art. Geheimnisvolle Männer und Frauen die Märchen erzählen und angebliche Wunderheilmittel verkaufen. Wir kommen keinen Meter voran ohne, dass uns jemand anspricht so tut als würden wir ihnen kennen und versucht uns etwas zu verkaufen. Es ist einfach der Wahnsinn!

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Im Trubel sehe ich immer wieder Frauen die auf kleinen Hockern sitzen und Hennatattoos anbieten. In der Mitte des Platzes sind mobile Küchen aufgebaut, aus denen es nur so dampft. Dort haben wir zugeschaut wie Fisch und Lammfleischspieße gegrillt wurden oder Schnecken gekocht wurden. Nein, probiert haben wir nicht. Obwohl doch die Wunderheiler gleich in der Nähe waren. 😉

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Ein paar Meter weiter, was ist das denn?

Du glaubst es nicht, zwischen Schuhputzer, Wahrsagerin und Geisterbeschwörer steht ein Zahnzieher! Hier kannst Du dir für 1 Dirham (umgerechnet ca. 10 Cent) einen Zahn ziehen lassen.

Also wirklich, was für ein Erlebnis auf diesen Platz. Am späteren Abend haben wir uns auf die Terrasse eines Restaurants zurück gezogen, so konnten wir uns das Spektakel von oben ansehen.

Ohjaaa, genauso habe ich mir die Zeit in Marrakesch vorgestellt, umgeben von Magie.

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Leider habe ich keine Aufnahmen von dem inneren des Marktes. Die Marrakchis wollen dort für jedes Foto bezahlt werden.

Morgen erzähle ich Euch von einem Dorf, welches wir am Fuße des Hohen Atlas entdeckt habe.

Warst Du schon mal in Marokko? Was hast Du erlebt?

Liebe Grüße

Jenny.

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