Der Gospelchor in Apolda

… aus Apolda

Platz 323 und Platz 324 meiner Freundin Claudia und mir.
Komischerweise ist es in der Kirch wärmer als gedacht. Ich hatte mir extra noch einen langärmlichen Pullover angezogen. Ich war schließlich der Meinung, dass es in Kirchen immer kalt ist. Nö, hier die Lutherkirche in Apolda ist warm .. einladend ganz und gar.

Claudia und ich warten noch ein wenig draußen. Schließlich finden wir ja auf jeden Fall noch einen Platz. So haben wir noch Zeit für ein Selfie.

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Bevor es los geht, kommen noch mal die Gospelfrauen … ähm halt, es sind auch zwei Männer dabei. Der Gospelchor kommt raus und atmet noch mal tief durch (und Ölen ihre Stimme *grins*) Schließlich ist so ein Auftritt doch nicht immer so Alltäglich.
Alle Chormitglieder haben schwarz an … kombiniert mit gelben und grünen Schals. Na, wenn das mal kein Zufall ist. Schließlich sind das ja die „Wappenfarben“ von Apolda.

Halb acht soll es los gehen. Kurz vorher gehen wir auch rein. und daaaa, die Kirche ist im vorderen Teil schon richtig voll. So bleiben uns nur noch Plätze in der vor-vor-vorletzten Reihe von hinten. Aber wir sind ja auch wegen der Musik da. So wirklich was sehen müssen wir da auch nichts.

wischen drei Songs wird noch mal erzählt. Wir erfahren, dass die Carol Zeller den Chor führt und die Leiterin seit drei Jahren ist. Namen sind immer toll. Das macht die Menschen da vorn immer ein wenig bekannter. Sollte ich in Zukunft mal von der berühmten Chordirigentin Carola Zeller was hören, kann ich sagen, dass ich sie schon mal in Apolda in der Kirche gesehen habe.

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Die Songs sind wirklich toll gemischt. Von besinnlichen Songs von Bette Midler bis hin zu schnellen Songs von

Harry De la fonte singen sie uns alles.
Das Publikum klatscht auch mit und ist beschwingt.

Zum Schluss hin kommt doch auch noch mal die Sonne raus und scheint durch die großen Fenster rein. In einer Kirche denke ich schon, dass es ein Zeichen ist, wenn plötzlich die Sonne scheint … schön, dass du da bist. Ich bin nicht christlich- ohne ähnliches, doch in der Kirche wird man ein klein wenig besinnlich. Wenn es dann auch noch neben einem plötzlich hell wird, ist das schon ein Grund zum schmunzeln-

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Uns wird gesagt, dass der Chor uns jetzt mit zwei Lieder verabschiedet. Sie haben sich total gefreut, dass so vielen Menschen da waren. Claudia schaut auf ihre Uhr.

Mensch, eine Stunde schon rum. Das ging fix.

Zum Schluss bringt der Chor „I will follow him“ aus Sister Act.
Ich verwette meinen Hintern, dass du jetzt auch vor deinem inneren Auge siehst, wie die kleine dicke Nonne beim singen hin und her wippt und Whoopi Goldberg wild mit den Armen fuchtelt.
So war es .. nur ohne Nonnen.
Das Lied beginnt ganz langsam. Ich warte quasi nur drauf, dass die Carola ihre Arme hebt, die Tasten vom Klavier angespielt werden und es laut wird. So ist es auch. Es ist wirklich wie in Sister Act.
Das Publikum tanzt entweder mit dem Oberkörper mit oder klatscht im Takt mit. Ich, als Takt-Legasthenikerin, habe ich mich eher ans hin und her wackeln gehalten. Ich bringe wohlmöglich die Leute um mich herum noch aus dem Takt.

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Das Lied endet. Das Klatschen wird lauter und die Menschen vor uns stehen beim Klatschen auf.

Mensch, Standing Ovations … toll.

Ich bin mir sicher, dass sich der Chor darüber sehr freuen.

Während das Publikum klatscht, bekommen die ChorsängerInnen Rosen überreicht und stimmen dann noch zwei Lieder zur Zugabe an.
Kurz Ruhe und dann kommt ein Lied, was sich mehr oder weniger wie wild aneinander gereihte Buchstaben klingt. Der Chor setzt sich in Bewegung, läuft den Gang lang und verlässt während des Singens die Kirche.

Der gesamte Chor platziert sich in dem kleinen Vorraum, so dann man an ihnen vorbei geht gesamte Chor platziert sich in dem kleinen Vorraum, so dann man an ihnen vorbei geht

Fazit:
Es war schön. Ich muss auch ehrlich sein. Ich hatte mir mehr schnellere, rhythmischere Lieder erhofft.
Doch ich habe einfach auch die Sister Act-Filme im Kopf gehabt und dachte daran.
Ich war schon den ganzen Tag ganz gespannt, was und erwartet und hatte so gar keine Vorstellung.

Ich würde es mir auf jeden Fall wieder anhören. Es hat mir sehr gut gefallen.

Also lieber Gospelchor aus Apolda:
Bitte macht so weiter. Voller Elan und so viel Stimme. Ihr habt das toll gemacht.

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Doch eins haben wir uns die ganze Zeit gefragt:
Die Chorleiterin zeigt den Sängern ja mit Hilfe ihrer Arme und ihrer Hände an, wie sie singen. Ein wenig konnte man das auch erkennen, wenn mehrstimmig gesungen wird. Es wird dann auf den jeweiligen gezeigt, wer singt und auch die Schnelligkeit sieht man den Bewegungen am Arm. Doch schauen die Sänger tatsächlich immer auf die Dirigentin? Würde der Chor auch ohne eine Dirigentin funktionieren? Das würde mich ja mal brennend interessieren.

Vielen Dank, liebe Claudia, dass du mich begleitet hast. Es hat mir viel Spaß gemacht!

hij_kleine

2 Kommentare

  • Diana Radeck 3. Oktober 2016 Reply

    Hallo liebe Suse,
    ich musste schon ein bissi Pipi in den Augen verdrücken, als ich Deinen Beitrag gelesen habe. Und die tollen Fotos! Ich bin die dicke Frau, die zwischen den tollen Liedern immer ewas zu texten hatte. Wir haben nur positive Reaktionen auf unser Programm erhalten und sind froh, dass alles auch so gut geklappt hat. Und übrigens: ohne Carola Zeller geht garnix!. Sie hat die meisten Lieder für uns ausgesucht, einstudiert und arrangiert sie auch. Ohne ihren Einsatz und die Vorgabe des Taktes würde es einfach nicht funktionieren. Kommt doch mal zu eine Probe von uns, mittwochs 20 Uhr in der Stadthalle Apolda, Eingang Königstraße und dann Treppe runter. Wir würden uns freuen.

    • musestunde 4. Oktober 2016 Reply

      Hey, Diana!

      Da freue ich mich aber, dass dir unser Bericht gefallen hat.
      Ich komme auf jeden Fall mal auf deine Einladung zurück. Doch da melde ich mich vorher noch mal. Dass ihr nicht aus allen Wolken fallt, wenn wir plötzlich vor der Tür steht. Die Idee finden wir beide ganz wundervoll, mal hinter die Kulissen zu schauen!

      Viele Grüße
      Suse

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