10 Dinge, die jedes Kind mal gemacht haben muss

… Oder:

Worüber Eltern erst beim drüber reden lachen können

Mit einem Kind zu leben, das weiß jede Mama und jeder Papa, ist nicht immer Honigschlecken. Es wird immer wieder Situationen geben, wo man sich ernsthaft fragt:
„Passiert das hier wirklich, oder träume ich schlecht?“

Wir haben uns mal zusammen gesetzt und haben die 10 Dinge zusammen gestellt, die ein Kind macht. Dinge, wo man erst einmal überlegen muss, ob es witzig ist.

  • 1. Das Kind schneidet sich selber die Haare

schere und Bürste

Wir hatten das letztens doch tatsächlich hier selber im Haus. Mein Kind kommt mit der Haarschere aus dem Bad. „Ich kann auch ein Diseur sein“. Wuuuaaah, natürlich bin ich gleich panisch geworden. Doch gehe ich davon aus, dass MEIN KIND das eh nicht macht. Nur andere Kinder schneiden sich selber die Haare. Ich habe ihn sofort ermahnt, er soll die Schere sofort wieder ins Bad legen, wo er sie her hat.
Der Papa kommt aus dem Bad mit einem Büschel blonde Haare. Tatsächlich hat er sich Haare abgeschnitten. Zum Glück hat Linus eh sehr helle und dünnes Haar und da fällt es nicht so aus. Aber bei einem Mädchen ist das sicher schlimmer.

  • 2. Das Kind überschwemmt beim Baden das gesamte Bad

Fröhlich planschend hat das Kind Spaß in der Wanne. Schließlich habe ich ja auch nicht so viel Waser reingemacht. Damit kann er ja auch nicht so viel anfangen. Ein bisschen das Boot hin und her fahren und ein wenig spritzen. Dann komme ich in das Bad! Ich schlage die Hände über den Kopf zusammen. Der Badteppich macht quatschende Geräusche als ich den Teppich betrete. So muss ich also das ganze Bad anschließend erst mal den gesamten Boden des Badezimmer aufwischen.

  • 3. Das Kind stopft sich den Mund voller, als es gut ist

Wir haben eigentlich bei fast jeden Essen das Problem. Das Kind sitzt neben mir und stopft die erste Gabel Kartoffeln rein. Kaut drei mal und direkt geht die nächste Gabel in den Mund. Aber hey, da passt noch eine Gabel mit Kartoffeln mit rein. So sitzt das Kind neben mir mit zwei aufgeblähten Backen. Wenn so viele Kartoffeln im Mund sind, kann er natürlich auch nicht mehr kauen.
Die Situation geht auch super mit Gummibärchen. Nach dem Motto: Alle Gummibärchen die in die Hand passen, passen auch in dem Mund.

  • 4. Das Kind stolpert über die eigenen Füße

Ich bin ja fast immer ein klein wenig schadenfroh, wenn sich mein Kind doch immer mal ohne Grund dem Boden nähert. Das passiert doch echt ganz schön oft, wenn ich mir das gerade so überlege.
Das witzigste ist mal im Garten passiert. Er rennt rum. Linus ist super aufgedreht. Er rutscht aus, fällt nach vorne, landet auf dem Bauch. Doch ist er mehr nach unten geglitten als wirklich gefallen. So rutschte er mit dem Bauch über den Rasen. Sein Körper bremste sich selber und beim Bremsen gehen seine Beine nach oben, weil er so schnell war. Nun stell dir das bildlich vor:
Ein vierjähriges kicherndes Kind fällt, rutscht über den Rasen und beim anhalten gehen die Beine nach oben.
Meine Mutti und ich haben uns vor Lachen bald eingepullert. Linus lag auf dem Rasen, ganz unsicher, was er jetzt machen soll… weinen, lachen… er entschied sich für lachen und schrie uns an:
Daaaas ist gaaaaar nicht luuustig
(Pssst: Doch, es war witzig)

  • 5. Das Kind verwüstet das Kinderzimmer binnen 3 Minuten komplett

kinderzimmer

Ich gehe jetzt davon aus, dass du das auch zu gut kennst. Ich frage mich ja immer wieder, in welcher Gehirnhälfte dieses „Geschick“ steckt. Ist es eher Kreativität oder eher Wut oder was soll das?
Linus geht in sein Zimmer. Nach 10 Minuten schaue ich nach ihm, was er so macht. Da öffne ich die Tür und das Zimmer sieht aus, als hätte er ohne drüber nachzudenken einmal komplett alle Schubladen geöffnet, um alles raus zu schmeißen.
Was das Kind macht? Er sitzt in seinem Sessel unter seinem Bett und schaut sich ein Buch an. Oder er liegt auf dem Boden und fährt ein Auto hin und her.

  • 6. Das Kind verwechselt Oma, Mama und Opa, Papa

Ich meine hier nicht, die Oma mit Mama. Sondern Linus kommt zu mir, ganz aufgeregt und sagt „Du Oma…“
das denke ich: Hä? Sooo alte sehe ich auch nicht aus.
Oder er sagt zur Oma „Mama“ .. das Gute an der ganzen Sache: Er merkt es noch und verbessert sich gleich.
Normalerweise kennt man das verwechseln von Namen doch nur von Omas und Opas. So weit ist es schon.

  • 7. Das Kind bemalt einen wichtigen Brief

Bei uns liegt die Post doch auch schon mal auf dem Tisch. So weiße Blätter haben schon eine magische Anziehungskraft auf Kinder, was? Also geht er hinter in sein Zimmer, holt seine Stifte, setzt sich noch ganz ordentlich an den Tisch UND malt wie wild auf dem Brief rum. Da er ja mit vier noch nicht lesen kann, sieht er ja auch nicht, dass er die Buchungsbestätigung für den Urlaub ist oder die Anfrage für die Neuberechnung der Versicherung. Ich möchte nicht wissen, wie viele Anträge an die Krankenkassen mit bunten, von Kinder bemalten, Anträgen dort auf den Tischen landen.

  • 8. Das Kind verschwindet einfach aus der Wohnung

offene Tür

Sicher denkst du jetzt- Was? Das soll jedes Kind mal gemacht haben?
Ich meine natürlich nicht, das Kind soll ausbrechen und auf die Straße laufen.
Wir haben ja das Glück, dass die Oma mit im Haus wohnt. Jetzt wo er die Wohnungstür alleine auf bekommt, müssen wir schon aufpassen, ob er nicht doch mal ohne Bescheid zu sagen, zur Oma runter geht.

  • 9. Frisch geputzte Scheiben wieder mit der gesamten Handfläche an zufassen

Du kennst sicher auch die künstlerischen Handabdrücke an deiner Scheibe. Am schönsten sind die auf der Balkontür. Da hat das Kind viel Platz und kann sich großflächig ausleben.
Du lässt dich jetzt doch tatsächlich darauf ein, die Scheiben zu putzen. Du bringst deine Putzsachen weg, kommst wieder und in deinem Kopf kommt dieses viel zu hohe Geräusch, das immer in Horrorfilmen aus den 60er Jahren kommt, bevor jemand ermordet wird. So ein klein wenig bekommt man da schon Mordgedanken… dein Kind steht an der Tür, sich mit einer Hand an der Scheibe angelehnt und sagt: „Toll, Mama, du hast die Fenstern deputzt!“

  • 10. Peinliche Fragen in der Öffentlichkeit stellen

„Mama, warum ist der Mann so dick?“
„Mama musst du immer noch einen Kack?“

„Papa, wieso ist die Frau so schwarz im Gesicht?“
„Papa, warum hast du da einen riesen Fleck an dem Popo?“

Na, kennst du dieses Gefühl? Das Gefühl wenn sich deine Gesichtsfarbe deinem roten Lieblingsschal angleicht und du auf die schnelle keine politisch und neutrale Antwort parat hast? Und dann dein Kind die Fragen noch mal ganz laut ruft, dass du sie auch verstehst. Und nicht nur du, sondern auch alle um euch umstehenden Menschen.

Das sind so Dinge, die im Alltag passieren. Im ersten Moment schimpft man, oder man ist sauer oder einfach nur sprachlos. Doch erzähl mal jemanden, dass sich dein Kind z.B. die Haare selber geschnitten hat. Der Gegenüber wird lachen und du wirst mit lachen.

Also nimm es nicht so ernst und versuche einiges entspannter zu sehen.

hij_kleine

2 Kommentare

  • Andrea 6. September 2016 Reply

    Ich habe selbst keine Kinder. Aber von den aufgezählten Dingen habe ich nur eines gemacht: über die eigenen Füße stolpern. Ich frag mich gerade, ob ich in meiner Kindheit etwas verpasst habe. 🙂

    • musestunde 7. September 2016 Reply

      Andrea, glaub mir, du hast da nix verpasst!!

      Ich habe mir auch niemals die Haare selber abgeschnitten. Auf die Idee wäre ich auch nie gekommen. Oder einfach weg zu gehen. Das hätte ich auch nie gemacht. Bei uns ist das wirklich gut, da die Oma mit im Haus wohnt. Da kann er nicht so weit.

      Ich musste eben schon grinsen. Mein Kind fällt auch ständig über die eigenen Füße. Auch wirklich beim gerade aus Laufen. Ohne dass es eine Möglichkeit gibt, zu stolpern, stolpert er. Da habe ich gar nicht dran gedacht. Über diese Situationen haben wir auch schon oft gelacht, da hast du Recht! 😀

      Viele Grüße
      Suse

Schreibe einen Kommentar